In Eatrenalin dürfen Gäste ausschließlich in den Räumen Lounge, Ocean, Umami und Bar (mit dem Smartphone) filmen oder fotografieren. Auf diese Weise möchten die Betreiber sicherstellen, dass im Internet lediglich ausgewählte Eindrücke von Eatrenalin zu finden sind und neue Gäste bei ihrem Besuch weiterhin Überraschungen erleben können. Allzu viele Details zu den weiteren thematisierten Bereichen sollen daher an dieser Stelle nicht verraten werden, wobei außer Frage steht, dass das Adjektiv „spektakulär“ angemessen ist, um die verbleibenden Räume zu charakterisieren.
Bezüglich der Medientechnik flankieren die Genussreise diverse Blickfänger, darunter beispielsweise im Raum Waterfall eine Säule (Durchmesser 97 cm) aus wasserfesten LED-Modulen von Sharp NEC Display Solutions. Die Panels besitzen eine hohe IP-Schutzklasse, da sie durch von der Decke herabfallendes Wasser umspielt werden. Auch von den seitlichen Wänden des Raums perlt Wasser, was zu einer stimmungsvollen Atmosphäre beiträgt. Technisch wird der Wasserzufluss über Magnetventile geregelt, die Steuerbefehle aus einem Brainsalt Conductor erhalten. „Im ersten Moment denkt man ja immer, dass Wasser und Elektronik in Kombination ein heikles Thema sind, aber dank der wasserdichten LED-Module setzt man sich bei der Installation keinen besonderen Gefahren aus“, kommentiert Projektleiter Elias Jenny. „Für Stabilität sorgt eine ausgeklügelte Unterkonstruktion. Insgesamt war durchaus ein wenig Aufwand erforderlich, um den gewünschten Effekt zu erzielen.“
Später werden die noch von einem blütenweißen Tuch verdeckten, in zwei Reihen aufgestellten „Floating Chairs“ schwungvoll enthüllt – nicht per Hand, sondern in einer welligen Bewegung über DMX-gesteuerte Wahlberg Motion Design Winch Seilwinden, welche den Stoff nach oben ziehen. Zehn Deckeneinbaulautsprecher und zwei ebenfalls in die Decke integrierte Subwoofer lassen dabei epische Klänge ertönen. Die Lichteffekte (MBM PROLED Strips) wurden mit einer MA Lighting grandMA-Konsole programmiert und anschließend in einem Brainsalt Conductor hinterlegt. „Die Lichtshow läuft teilweise zu einem Timecode und wird somit jedes Mal exakt reproduziert“, merkt Elias Jenny an.
Wahre Geschmacksexplosionen erleben die Gäste in einem abgedunkelten Raum, in dem sie nacheinander die Geschmacksrichtungen süß, salzig, sauer und bitter in Form pralinenartiger Kostproben degustieren. Dabei verändert sich die Bespielung des Raums passend zu den unterschiedlichen Aromen. Zur Raumdekoration gehören von LED-Streifen (RGBW) hinterleuchtete Regale, und acht Movigheads (Cameo OPUS X Profile) sowie ein Hazer sorgen für besondere Lichteffekte. An der Decke sind fünf LED-Displayflächen angebracht, deren Inhalte die einzelnen Kostproben zum Thema haben. Der Content ist auf SD-Karten gespeichert und wird aus Digital-Signage-Playern von BrightSign zugespielt.
Anschließend finden sich die Gäste nach einem fulminanten Raketenstart mitten im Weltraum wieder. Das futuristische Ambiente wird mittels pixelgenau ansteuerbarer LED-Streifen in verschiedene Farben getaucht. Der Blick Richtung Decke zeigt Sichtluken, hinter denen sich eine gebogene LED-Fläche befindet. Weitere Inhalte werden auf acht Samsung Bildschirmen gezeigt, die von Rahmen umgeben und im Querformat entlang der Wände installiert sind. Optisch angepasste Deckeneinbaulautsprecher und zwei versteckte 10“-Subwoofer untermalen auch hier das Geschehen.
Blickfang im nächsten Raum ist eine speziell beschichtete Glasfaserkugel, welche sich dank geschickter Projektion (5 x Panasonic Beamer von schräg oben seitlich, 1 x Panasonic Beamer von unten) sofort als aus dem Weltraum betrachtete Erde zu erkennen gibt. Darüber hinaus werden im „Universe“ Lichtwirbel auf die schwarzen Ausgangstüren des Raums projiziert. Von Profilern erzeugte Lichtspots setzen die im Raum servierten Speisen effektvoll in Szene.
Das Dessert wird in einem weiteren thematisierten Raum in Anwesenheit der Chef-Pâtissière gereicht. Sie ist ebenso wie ein die Gästegruppe auf der Reise begleitender Host mit einem Headset ausgestattet, dessen Signale drahtlos mit Wireless-Systemen von Shure übertragen werden. Da die im Raum verteilten Lautsprecher einzeln ansteuerbar sind, kann ein Richtungsbezug zur sprechenden Person hergestellt werden. Zu den medientechnischen Highlights des Raums gehört eine 360°-Projektion auf eine geschlossene Rundum-Projektionsfläche (Höhe 3,5 Meter). Für den 360°-Effekt kommen acht Projektoren mit weitwinkligen Optiken zum Einsatz. Auch auf den Tisch wird projiziert: Jedem der 16 Plätze ist ein eigener Projektor zugeordnet. Das Loch in der Mitte des Tisch-Donuts – also der Boden – wird ebenfalls per Projektion medial bespielt.